Miniporträt im Concerto


Miniporträt im Concerto:

Ehrlich und authentisch
Werner Zangerle

Am 27. August dieses Jahres twitterte Werner Zangerle: „Ist möglicherweise vollkommen subjektiv, aber: Saxofon macht glücklich.“ Der gebürtige Salzurger lebt in Wien und hat den Großteil seiner musikalischen Ausbildung in Linz erhalten, wo er u.a. bei Florian Bramböck, Harry Sokal und Christoph Cech studierte. Dass er nicht nur ein fundierter Instrumentalist am Tenorsax ist, beweist er auf „Panto“, der aktuellen CD seines Quartetts mit Matthias Löscher (g), Matthias Pichler (b) und Klemens Marktl (dr).
„Panto“ ist das griechische Wort für „ganz, allumfassend“ und auch der Titel der fast 12-minütigen, zentralen Komposition auf der CD; in diesem Stück kann man beispielhaft den melodischen, atmosphärischen Modern Jazz hören, dem sich Zangerle verschrieben hat: klangmalerisch, mit erzählendem Saxofonton und klarer Dramaturgie.
Mit Bernd Satzinger und Peter Kronreif hat das Werner Zangerle Quartett schon 2010 den Erstling „Nucleus“ vorgelegt; „Panto“ ist auf dem heuer neu gegründeten eigenen Label Listenclosely erschienen. Der Saxofonist ist aber auch an anderen Bands wie dem Free-Jazz-Quartett Braaz oder Memplex, dem Quintett des Drummers Niki Dolp, beteiligt. Auf die Frage nach dem gemeinsamen Nenner für all diese Projekte lautet die Antwort schlicht: „Mir ist Improvisation äußerst wichtig; und das muss ehrlich und authentisch rüberkommen.“ – Martin Schuster, Concerto Oktober 2012

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