Jazz of Three Cities

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Peter Massink: Tenorsaxophon
Werner Zangerle: Tenorsaxophon
Pandelis Karayorgis: Klavier
Wolfram Derschmidt: Kontrabass
Dusan Novakov: Schlagzeug

Drei Städte, eine Musik, ein Jazz. Boston – Paris – Linz, die Wohnorte von Pandelis Karayorgis, Peter Massink und Werner Zangerle. Das ist die eine Seite des Bandnamens. Die andere Seite, nämlich ein Jazzalbum mit dem Namen “Jazz of Two Cities” aus dem Jahr 1956, führt uns aber schon schnurstracks zur Musik des Quintetts.

Damals waren es Warne Marsh und Ted Brown, beide Tenoristen, beide Schüler Lennie Tristanos, die als Co-Leader ihr Quintett ins Studio führten und ein legendäres Album aufnahmen. Die “Two-Tenor” Frontline und die Affinität zur Musik Tristanos sind die Konstanten, die “Jazz of Two Cities” mit “Jazz of Three Cities” verbinden.

Lennie Tristano war einer der ersten, der Jazz und Improvisation unterrichtete. Gemeinsam mit seinen Schülern, allen voran Lee Konitz und Warne Marsh, schuf er einen Musikstil, der eine Weiterentwicklung des damaligen Bebop darstellte und auch mit dem Terminus “Cool Jazz” nicht hinreichend beschrieben werden kann. Verwurzelt in der Geschichte des Jazz, beeinflußt durch die europäische klassische Tradition, spielten sie eine rhythmisch und harmonisch hochkomplexe Musik die auch heute noch aufregend frisch und “hip” klingt.

Die beiden Tenoristen Massink und Zangerle, die sich in Linz kennenlernten, teilen sich trotz des Altersunterschiedes eine große Liebe zum Jazz, eine Vorliebe für Saxophonisten aus der Lester Young-Schule und trotz aller Liebe zum bereits dagewesenen im Jazz ein neugieriger Blick nach vorne.

Der Pianist Pandelis Karayorgis ist da einer, der nicht zögert, wenn es um den Blick nach vorne geht. Überhaupt ist Karayorgis, einer, der prädestiniert für solch eine Band ist. Vor Jahren schon ackerte er mit einem Schüler Tristanos durch die leider viel zu selten gepflegten Felder der Musik Lennie Tristanos.

Verstärkt werden die Drei durch das phänomenale und hervorragend eingespielte Rhythmusgruppengespann von Wolfram Derschmidt am Kontrabass und Dusan Novakov am Schlagzeug.

Das Repertoire besteht zur einen Hälfte aus Kompositionen von Lennie Tristano, Warne Marsh und Lee Konitz und zur anderen Hälfte aus Kompositionen von Pandelis Karayorgis, Peter Massink und Werner Zangerle.